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Bildung und Teilhabe

Die Leistungen des Bildungs- und Teilhabepaketes fördern und unterstützen Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene aus Familien mit geringem Einkommen. Es besteht beispielsweise die Möglichkeit, an Schulfahrten teilzunehmen, in Vereinen Sport zu treiben, zu musizieren oder gezielt zusätzliche Lernförderung zu erhalten. Das Bildungs- und Teilhabepaket umfasst folgende Leistungen:

  • Ausflüge und mehrtägige Fahrten mit der Kindertageseinrichtung oder der Schule
  • Schulbedarf,
  • Schülerbeförderung,
  • notwendige Lernförderung,
  • Teilnahme an der gemeinschaftlichen Mittagsverpflegung an Schulen, Kindergärten, integrative Kindertageseinrichtungen und in der Kindertagespflege sowie
  • Leistungen zur Teilhabe am sozialen und kulturellen Leben

 

Wer erhält Leistungen aus dem Bildungs- und Teilhabepaket?

Anspruch auf Leistungen des Bildungspaketes haben Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene bis einschließlich 24 Jahren,

  • wenn sie in einer Familie leben, die Leistungen nach dem SGB II (Arbeitslosengeld II oder Sozialgeld), Sozialhilfe (SGB XII), Wohngeld, Kinderzuschlag oder Leistungen nach § 2 Asylbewerberleistungsgesetz erhält,
  • eine Kindertageseinrichtung, eine allgemein- oder berufsbildende Schule besuchen,
  • keine Ausbildungsvergütung erhalten.

Die Leistungen zur Teilhabe am sozialen und kulturellen Leben (Teilhabepaket) werden nur Kindern und Jugendlichen bis einschließlich 17 Jahren gewährt.

 

Was ist zu tun, um die Leistungen zu erhalten?

Leistungen des Bildungs- und Teilhabepaketes können bei den zuständigen Stellen in den Städten schriftlich beantragt werden. Die Ansprechpartner im jeweiligen Wohnort helfen gerne weiter und unterstützen Berechtigte dabei, diese Leistungen in Anspruch zu nehmen. Die Ansprechpartner in den Städten finden Sie auf dieser Seite unter "Kontakt".

Anträge auf Gewährung von Leistungen des Bildungs- und Teilhabepaketes können bei den zuständigen Stellen in den Städten eingereicht werden. Dabei ist es wichtig, die jeweiligen Leistungen rechtzeitig zu beantragen. Die Leistungen können frühestens ab Beginn des Monats erbracht werden, in dem der Antrag gestellt wurde.

Die erforderlichen Antragsunterlagen finden Sie auf dieser Seite unter „Formulare“.

Soweit Leistungen nach dem SGB II oder SGB XII bezogen werden, ist für den Schulbedarf grundsätzlich kein besonderer Antrag notwendig. Diese Leistung wird in der Regel automatisch mit der laufenden Leistung ausgezahlt.

 

In welcher Höhe werden Leistungen erbracht?

Die rechtlichen Bestimmungen sehen die folgenden Leistungen vor:

Bei den Schulausflügen und den mehrtägigen Klassenfahrten werden die tatsächlich anfallenden Kosten übernommen, soweit sie den schulrechtlichen Bestimmungen entsprechen. Ein Taschengeld wird nicht zusätzlich übernommen und ist aus dem Regelbedarf zu bestreiten. Diese Regelung gilt auch für eintägige und mehrtägige Ausflüge der Kindertageseinrichtungen.

Für den persönlichen Schulbedarf eines Kindes werden jährlich 100 Euro berücksichtigt, zum 1. August eines Jahres 70 Euro und zum 1. Februar eines Jahres 30 Euro.

Leistungen für die Schülerbeförderung richten sich nach dem Einzelfall und werden individuell ermittelt.

Die Leistungen der Lernförderung richten sich nach dem Einzelfall und werden auf der Grundlage der Richtlinie zur Umsetzung der Leistungen für Bildung und Teilhabe individuell ermittelt.

Für die Teilnahme an der gemeinschaftlichen Mittagsverpflegung an Schulen, Kindergärten, integrativen Kindertageseinrichtungen und in der Kindertagespflege werden die entstehenden Mehraufwendungen abzüglich eines Eigenanteils einem Euro übernommen. Der Eigenanteil ist aus dem Regelbedarf zu finanzieren.

Die Leistungen für die Teilhabe am sozialen und kulturellen Leben sind auf monatlich zehn Euro begrenzt.